13 - (23-May-21)

Tatjana Hoesch: Nachdem wir die volle Nummer von „doing business in Africa“ bekommen haben, ist es Zeit euch ein Update zu geben, was in den letzten Wochen passiert ist. Das Thema den Container aus dem Hafen zu befreien wurde noch zu einem wilden Erlebnis - mit einem Happy End, der Container ist befreit und das Equipment ist teilweise verteilt.

Tatjana Hoesch: Das letzt Mal hatten wir uns hier in der Gruppe Donnerstags Abend gemeldet mit der Hoffnung Freitag die finale Bestätigung von der NRA zum Duty waiver zu bekommen. Am Freitag, dem 16. April haben wir in der früh zuhause für die Uni gearbeitet bis uns Mennah, die Dame von der Container Clearing Firma, angerufen hat und gebeten hatte zum NRA (National Revenue Authority) zu kommen. Beim NRA angekommen hieß es, dass Mr Rogers, der jenige der den Duty waiver bestätigt in einem langen Meeting ist. Dome ist dann nochmal selber ins Gebäude gegangen um nachzufragen. In der selben zeit drückt mit Mennah eine weitere Rechnung welche im Namen des Hafens erstellt wurde, welcher von der Firma Bollore privat geführt wird, in Höhe von 19M LE in die Hand. 19M LE sind umgerechnet ca. 1.500€. Schockiert schaue ich diese Rechnung an, da ich mir nicht erklären konnte für was das sein könnte. Mennah konnte es uns auch nicht richtig erklären und hat uns stark dazu gedrängt, ihr das Geld zu geben, damit sie die Rechnung zahlen kann und wir dann mit dem Duty waiver den Container noch am selben Tag bekommen könnten. Da sie uns nicht erklären konnte wofür genau die Rechnung war, haben wir noch ein Foto gemacht und sind anschließend erstmal nach Hause gegangen. Wieder enttäuscht, dass der Container immer noch im Hafen war und wir wussten, dass wir auch noch übers Wochenende warten mussten.

Tatjana Hoesch: Zuhause angekommen haben wir das Foto der Rechnung an Estelle, die country Managerin von Brussels airlines, weitergeleitet. Estelle hat früher auch für eine Logistics Firma gearbeitet und ist zudem mit dem General Managers, einem Franzosen, verheiratet. Dementsprechend weiß sie genau, wie der Prozess einen Container aus dem Hafen zu befreien ist und was für Kosten anfallen. Estelle hat uns ganz schnell sagen können, dass die Rechnung fake sei. Wenn ein Container hier im Hafen ankommt, sind die ersten 5 Tage frei. Liegt der Container danach immer noch im Hafen fallen demurrage (Liegegebühr) Kosten an. Dafür gibt es einen bestimmten Tagesbetrag, der sich so länger der Hafen dort liegen bleibt erhöht. Mennah hat genau diesen Beitrag auf der Fake Rechnung x4 multipliziert. Estelle hat uns direkt gesagt, dass es sie nicht wundern würde wenn auch noch unsere eigenen Leute, in dem Fall Sambo, Mike und Mariama, dahinter stecken. Estelle hat ein gemeinsames Meeting mit unseren Custom Agents direkt am Montag in der früh vorgeschlagen. Wir haben dieses dann mit unseren Leuten und den Custom Agents um 10 Uhr ausgemacht.

Tatjana Hoesch: Später am Nachmittag haben wir dann noch mit Sambo uns alternative Orte angeschaut auf denen wir den Platz bauen könnten. Einen auf dem Hügel an einer kleinen Schule. Leider konnten wir direkt feststellen, dass es platzmäßig sehr eng werden könnte, auch wenn sie uns manchmal versuchen doch noch zu überzeugen und behaupten Dinge wie: „Die Straße wird kaum genutzt, das wäre ja nicht schlimm wenn der Platz auf der Straße liegen würde.“ Ihr erinnert euch sicher noch an den Welpen Conny, der Impulskauf von Sambo zu Beginn unserer Zeit, der dann auch ganz schnell sehr dick geworden ist. Noch am Hügel stehend, meinte Sambo plötzlich: „I have bad news. Conny is dead. I overfed him. I need to find a replacement for him.“ Es hat sich dann herausgestellt, dass er nicht wortwörtlich überfüttert wurde sondern Rattengift gegessen hat.

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Tatjana Hoesch: Danach sind wir noch zu einem anderen Ort im Stadtteil Wilberforce gefahren. Dieser Sportplatz heißt tatsächlich sogar „Hockeypitch“, da zu Kolonialzeiten dort Hockey drauf gespielt wurde von den Briten. Er gehört dem Ministry of Defense. Auf diesem Platz finden 2x jährlich Militär Paraden statt. Wir haben mit einem Officer gesprochen und anschließend den Platz abgemessen. Dome die eine Seite, ich die andere. Beim Abmessen habe ich ein quieken aus dem Geröll neben dem Platz gehört. Es war ein junger Welpe, vielleicht 2 Wochen der in dem Geröll gesteckt hat und keine Mutter oder Geschwister in der Nähe waren. Mein Tierherz hat sich natürlich sofort gedacht, dass ich ihn dort nicht so liegen lassen kann, feststeckend in dem Geröll. Also habe ich ihn aufgehoben und mit zu den anderen genommen. Sambo meinte er würde ihn nehmen, also sind wir mit dem kleinen Mann los zu Sambo gefahren. Er war so klein, dass wir ihn lieber nicht bei Sambo lassen wollten, da sie sich nicht alle paar Stunden um den kleinen kümmern können. Also haben wir ihn mitgenommen.

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Tatjana Hoesch: Fortsetzung folgt!