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Tatjana Hoesch: Samstag 17. April
Das Wochenende hatten wir uns eigentlich geblockt um zu arbeiten. Unser kleiner „Jules“ ist über Nacht sehr schwach geworden. Er war voller Tiere und hatte Durchfall. Der kleine war noch zu jung, um Nahrung/Milch richtig aufnehmen zu können. Wir haben mit einer Freundin die Tierärztin ist telefoniert und sie hat uns gesagt, dass Welpen über die Muttermilch wichtige Antikörper bekommen. In Deutschland kann man genau solch einen Milchersatz kaufen, aber nicht hier. Wir wussten nicht genau was wir machen sollten und haben uns entschieden den kleinen zurück zu bringen, mit der Hoffnung das dort doch seine Mutter sein wird irgendwo oder eine andere schwangere Hündin ihn aufnehmen will. Auch wenn wir nur das beste für den kleinen wollten, lernen wie draus, dass man nicht alles und jeden retten kann und es vermutlich direkt am besten gewesen wäre den kleinen dort zu lassen.

Tatjana Hoesch: Am Nachmittag sind wir zu Sierra Hockey, eines der 5 aktiven Clubs, zum Training gegangen. Dieser Verein ist auch im Westen der Stadt, in der Nähe von unserem Compound.

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Tatjana Hoesch: Sonntag 18. April

Am Sonntag hatten wir uns auch vorgenommen zu arbeiten. Allerdings hatte Sambo uns zu einem Event, „Men celebration day,“ bei sich in die Community Kirche eingeladen. Wir haben ausgemacht, dass wir maximal 1,5h bleiben werden. Das ganze war auf 11 Uhr angesetzt. Als wir pünktlich angekommen sind, meinte ich noch am Auto zu Dome, dass wir wahrscheinlich einen großen Fehler gemacht haben pünktlich zu sein. Das wurde auch sofort bestätigt. Als wir bei Sambo angekommen sind saß er da mit seinen Füßen in einem Eimer Wasser und hat sich noch eine Pediküre von seiner Frau machen lassen. Und keiner von seiner Familie war fertig gekleidet. Sambo war ganz aufgeregt, weil im Rahmen des Men celebration day, er als verheirateter Mann in der Community etwas vorsingen musste. Beim Warten haben wir uns mit Sambos Ziehsohn Gabriel unterhalten der im Wohnzimmer die Uniformen der verheirateten Männer gebügelt hatte. Um 12.30 ging es dann endlich los. Irgendwie war die Stimmung ähnlich wie auf einer Party. Alle haben getanzt und gesungen oder wild etwas ins Mikrofon geschrien. Auch die Klavier und Schlagzeug Besatzung war super flexibel. Gabriel der Ziehsohn von Sambo ist nach Lust und Lange aufgesprungen und hat den Schlagzeugspieler oder auch den Klavier Spieler spontan mitten in den Lieder abgelöst. Die Fotos und Videos beschreiben es ganz gut. Wir sind natürlich nicht nach 1,5h gegangen und mussten uns irgendwann raussneaken.

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Tatjana Hoesch: Kurz zuhause gearbeitet ging es zum wöchentlichen Waterpolo spielen. Müde ins Bett gefallen waren wir gespannt auf das Meeting am nächsten Morgen mit Estelle bei unseren Custom Agents, wir wollten wirklich einfach nur den Container „schnell“ aus dem Hafen holen.