33 - (06-Jun-21)

Dominique: Moin Freunde,
Gruppe ist nicht mehr so aktiv. Heute trotzdem eine kleine story die ich gerne mit euch teilen möchte.

Alpha, einer der Spieler von Hill Station hatte uns vor zwei Wochen erzählt, dass er gerne Hockey seinen Freunden in Port Loko - eine keine Stadt zwei Stunden nördlich von Freetown - zeigen möchte. Ich hatte ihm zwei Taschen mit Bällen und Schlägern gepackt, welche er direkt am gleichen Tag, wo ich sie ihm gegeben hatte, nach Port Loko gebracht hat. Fand ich super cool. Vor allem, weil er selbst ja kaum noch dahin geht oder zeit dort verbringt. Er - und vor allem seine Freunde - hatten uns Fotos geschickt wie sie trainieren dort. Wir hatten deshalb besprochen, dass wir auch gerne mal vorbeikommen würden, um ein richtiges training mit ihnen zu machen. Das haben wir heute gemacht und haben ihn im Auto mitgenommen.

Wir haben Alpha viele fragen gestellt. Manchmal ists eine normale Unterhaltung. Manchmal ist die Kommunikation nicht so einfach, weil ihr englisch nicht gerade unser englisch ist. Auf der Rückfahrt sind wir an einem Punkt vorbeigefahren von dem Alpha erzählt hat, dass es einer der Hauptstützpunkte der Rebellen war. Ich habe ihn daraufhin gefragt, ob er viele Leute kennt die früher Rebellen waren. Alpha hat nicht richtig geantwortet. Ich habe die frage etwas umformuliert. Er hat auch nicht ganz einen Satz dazu formuliert und ich wollte auch nicht zu sehr drauf eingehen.

Vor ein paar minuten hat er mir folgendes geschickt:

Dominique: Hi Dominic you asked me some questions about parents some I don't answer them correctly because I am not ok with my Story,So when you asked me if I know about some people who fought the 11 years civil war in Sierra Leone I could not answer because it reminds me about my biological parents whom I don't know in person.I was told that my parents are Dead when I was 15 Years old. This is how my story goes I was born in a small village called Malambay Kambia District Mambolo Chiefdom,I was brought to port loko when my parents are all pasted away,my aunty who married in Port loko adopted me in there,I did everything in Port loko city ,it is the town I grew up so it is the town I know people than my Biological town.The reason what brought me to Freetown is this,my Aunty who adopted me after the death of my biological parents also died in 2020.So I was left alone in Port loko do so odd jobs just to complete my secondary school level I did all my best to raise money to sit my exams,I sat to the exams then I got three credits which can not take me to any university in this country so I decided to to leave in Port loko for Freetown to search for greener pasture,a friend of mine who have been working with manager Michael in Waste Management told me that he can take me Management Michael to work in waste management so that I can raise money to continue my Schooling then I agree to him he took me to Michael's and I explained myself,but it was quite unfortunate that what I came for in the city did not get right due to Michael lack of vehicles to do waste management.I sat sometime and contemplate that I need to search for job to learn some that I can engage myself in the city ,SO I was passing by I saw a man drawing and I talked to him to accept me in his Shop because I am good at drawing with the help of God he accepted me and today he is my boss.We never knew before both Michael and my boss they are just helping me because I am a complete ORPHAN who don't know even a single parents,I don't enjoy parents love.But none of my Team mates don't know about this.I will be ashamed some might take it as provocative matter at some point in time that makes me not to share my story.They only knows that I am from Port Loko.So please sorry that I don't answer you At the correct time u asked me ok bye

Dominique: Ich finds krass wie manche der Kinder mit denen wir hier jeden tag trainieren solche Geschichten zu erzählen haben. Gerade wenn man weiß, dass hier die Schulgebühren pro Schulsemester 50€ betragen, denkt ich mir, dass es ja nicht sein kann, dass es an sowas scheitert, dass die Jugendlichen ihre Schule nicht zu ende bringen können und auf Zufall angewiesen sind um am Ende des Monats genug Geld für essen beisammen zu haben. Conny und ich haben eben noch laut über ganz anderen Ideen gedacht. Wie man zum beispiel ein paar der Kinder, die man besser kennt, am liebsten nach Europa bringen würde. Unterkunft bei Gastfamilien die man kennt, trainings camp für hockey geben, ein mal mit Mitgliedern der Nationalmannschaft spielen lassen, und ihnen ein Land zeigen was für sie vielen weiteren Hinsichten als nur geographisch weit entfernt ist. Ich denke früher oder später, werden wir einzelnen mit eigenen Mitteln helfen wollen zu verhindern, dass es an ein paar Euros scheitert die Schule oder Uni nicht abschließen können. Im moment denken wir noch drüber nach, ob dies eine Botschaft an manche der anderen Kinder schicken könnte (dass wir einfach eine quelle für geld sein könnten, wenn sie einfach ein bisschen hockey spielen) die Komponenten unserer Arbeit hier erschweren könnte